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DIE KRAFT DER PFLANZEN! DIE NEUE SERIE ÜBER HEILPFLANZEN

Unsere neue Serie über Heilpflanzen startet heute!

Jeder kennt es! Die Kraft der Pflanzen. Wir stellen euch in unserer neuen Serie jede Woche eine neue Pflanze oder Blume vor, die nahezu magische Wirkung hat! Solche Heilpflanzen gibt es überall bei uns! Im Garten auf Wiesen oder im Blumentopf auf eurem Balkon.

Das Beste an unserer neuen Serie?

In Jedem Teil der Serie gibt es neue Idee oder nützliche Links zu Videos und Büchern wie Ihr selbst die heilende Kraft der Pflanzen nutzen könnt!

Im ersten Teil, werden wir euch aber erstmal die Geschichte der Heilpflanzen bzw. Blumen vorstellen! Also viel Spaß mit unserer neuen Serie: Die Kraft der Pflanzen!

Teil 1:
Die Geschichte der Heilpflanzen

Seit Jahrtausenden faszinieren Blumen die Menschen. Die Ägypter der Pharaonenzeit glauben, dass ihre Aromen göttliche Kraft spenden. Auf ägyptischen Fresken schnuppern Menschen an den riesigen Blüten blauer Seerosen. Blumenschmuck ziert Tempelgärten und Festtafeln, begleitet aber auch die Toten ins Jenseits. In der römischen Antike verehrt man die Göttin Flora. Sie ist nicht nur die Göttin der Blüte, sondern auch der Jugend und des Lebensgenusses. Ihr zu Ehren feiert man alljährlich das Frühlingsfest Floralia. Es erstreckt sich über mehrere Tage mit Theatervorstellungen, lasziven Tänzen und Wettkämpfen.

Blumen und Pflanzen in der Kunstgeschichte

Primavera
Sandro Botticelli, um 1482/1487
Primavera Sandro Botticelli,
ca. 1480

Eine der schönsten Darstellungen der römischen Göttin Flora stammt von dem italienischen Maler Sandro Botticelli. In dem Gemälde Primavera (Frühling) schreitet die Göttin Flora über eine reich blühende Wiese. Sie streut Rosenblüten aus, die sie in ihrem gerafften Kleid trägt. Das Kleid selbst ist übersät von detailliert gemalten Blumen und flattert im Luftstoß des Windgottes Zephyr. Das mythologische Bild, in dessen Mittelpunkt Venus, die Göttin der Liebe, steht (hier im Bildausschnitt links), gibt den Interpreten immer noch Rätsel auf. Die Schönheit der blumengeschmückten Flora spricht uns jedoch unmittelbar an, ebenso wie die Farbenpracht und der Artenreichtum der Blumen, wie sie wohl um 1500 in der Umgebung von Florenz wuchsen.

Ein Muss für jeden Pflanzenkenner: Das Poster von dem Gemälde Primavera! Es ist eine der wichtigsten Bilder über die Geschichte der Blumen!

Hildegard von Bingen:
Die Mutter der modernen Heilpflanzen

Die aus der Antike überlieferte Wertschätzung von Blumen setzt sich in den mittelalterlichen Klöstern fort. Man legt Gärten mit Nutzpflanzen und Heilpflanzen an. Hildegard von Bingen (1098-1179) beschäftigt sich systematisch mit der Erforschung von Heilpflanzen. Die Universalgelehrte, Mystikerin und Komponistin verfasst auch naturkundliche Schriften. Ihr gelingt es, das antike Wissen über Heilpflanzen mit der Volksmedizin in Einklang zu bringen. Ihre heilkundlichen Schriften sind von einem ganzheitlichen Denken geprägt. „Drei Pfade hat der Mensch in sich, in denen sich sein Leben tätigt: die Seele, den Leib und die Sinne“, so Hildegard von Bingen. Diese drei Komponenten müssen sich in Balance befinden, damit der Mensch geistig und körperlich gesund bleibt. Ihre Anweisungen zu Heilpflanzen sind erstaunlich konkret. Unser heutiges Wissen über die Heilkraft der Pflanzen verdankt so manches Hildegards Werk Von den Ursachen und der Behandlung der Krankheiten. Dort gibt sie genaue Hinweise zum Sammeln, Verarbeiten und der Anwendung von Heilkräutern.

Wenn Ihr mehr über Hildegard von Bingen und vor allem über Ihre Erkenntnisse über heimische Heilfplanzen wissen wollt, empfehle ich euch dieses Buch!

Die Blumen aus dem Orient

Reisen in ferne Länder verändern nach dem Mittelalter die europäische Pflanzenwelt. Aus dem Orient kommt zum Beispiel die Tulpe nach Europa. Ihr Name geht ursprünglich auf die persische Bezeichnung für „Turban“ zurück. Sie löst einen wahren Hype aus. Im 17. Jahrhundert provoziert sie den ersten Börsencrash, als die extrem teuer gehandelten Zwiebeln über Nacht an Wert verlieren. Davor kostete die teuerste Tulpe 5.200 Gulden, so viel wie ein Amsterdamer Grachtenhaus. Nicht ohne Grund gilt sie daher als Symbol der Vanitas und Kurzlebigkeit.

Der Siegeszug der heimischen Pflanzen und Blumen

Nach der Begeisterung für exotische Blumen wendet man sich im 18. Jahrhundert wieder vermehrt den heimischen Wildblumen zu. Selbst den Garten von Königin Marie Antoinette bei Versailles schmücken Wiesenblumen. Die Folgezeit bringt eine Rückbesinnung auf die mittelalterliche Gedankenwelt. Man vertieft sich erneut in die mystische Symbolik der Blumen. In Frankreich erscheint Anfang des 19. Jahrhunderts ein Buch über die Sprache der Blumen. Jede Blume verfügt über einen eigenen Code, mit dem man Botschaften übermitteln kann. Wer die Blumensprache erlernen oder „durch die Blume sprechen“ will, kann dies auch heute tun. Literatur und Blumenkarten helfen uns dabei.

Du willst die Sprache der Blumen lernen?
Mit den Orakelkarten kannst du die Bedeutung von 54 verschiedenen Blumen interpretieren. Das beste daran: Es ist ein Begleitbuch zur Erklärung schon inklusive! Meine persönliche Empfehlung!

Wildblumen im heutigen Alltag

Lavendel - einer der wichtigsten heimischen Heilpflanzen!
Lavendel – einer der wichtigsten heimischen Heilpflanzen!

Im 21. Jahrhundert finden Wildblumen wieder unsere ganze Aufmerksamkeit. Der drohende Verlust der Artenvielfalt mobilisiert die Menschen. Wildblumen säen, Raum für Bienen schaffen, sich an Urban Gardening-Projekten beteiligen – es gibt viele Möglichkeiten, selbst zum Erhalt der Artenvielfalt beizutragen. Auf einer einzigen Blumenwiese können 70 verschiedene Wildblumen wachsen, wenn man sie lässt.

Die Kraft der Pflanzen! Wie geht es weiter?

Doch Artenvielfalt ist das eine: Die Kraft der Heilpflanzen ist unglaublich. In den nächsten Teilen unserer Serie, stellen wir euch in jeder Woche eine neue Pflanze oder Blume vor! Ihr erfahrt alles über Symbolik, Heilkraft und Vorkommen. Immer mit nützlichen Links, Tipps und Bildern! Viel Spaß!

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